Potzblitz: unterstützt mich die Regierung doch nur ungern, so bekomme ich nun in meiner chronischen Abneigung gegenüber Silvester Unterstützung durch das Umweltministerium
( http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Silvester-Feinstaub-Rekord-Feuerwerk/606416.html ).
Man mache sich das einmal vorstellig (!): Feinstaub in Raketen! Das ist doch eine Sensation, was sage ich, eine Ultration, Schießpulver kennt man in der Regel ja eher als eine überaus feste Substanz. Vermutlich konnte man das auch nur aufgrund der Studiengebühren erforschen, was deren Sinn gleich doppelt belegt: (a) haben die werten Komilitonen nun 1000 Euro weniger im Jahr für Feuerwerk und (b) konnte man damit eine sehr sinnvolle Studie durchführen. Klasse!
Nun liegen die meisten Feiertage ja sehr willkürlich, doch hat man sich bei einigen durchaus mühe gegeben, sie möglichst nahe am historischen Ereignis zu verorten. Selbst das – von den Daten her – etwas exzentrische Ostern hat einen gewissen Sinn, aber Silvester? Gar keinen, nicht einmal eine richtige Tradition ist es, kannte das Mittelalter doch noch eine ganze Reihe von Jahresanfängen. Zumal es sehr nihilistisch ist, dass der Beginn des neuen Jahres nicht einmal mehr zeitgleich überall stattfindet, als ob sich der solare Zyklus für die bürgerliche Stunde interessieren würde. Pah.
Wie dem auch sei: mein Vorschlag für Silvester ist auch auf die Gesundheit bedacht: Jedes Kind weiß doch, dass der Schlaf vor 24 Uhr der gesündeste ist – insofern kann ich nur allen anraten sich diesen gesunden Schlaf zu verschaffen und den Umstand des „neuen Jahres“ zu ignorieren, wissen doch nicht nur 70zig-jährige, dass nichts besser wird.
Es wird alles immer nur schlechter. Man sollte an Neujahr eher weinen. Weinen!